Tuesday, 8 February 2011

Und plötzlich ich in Afghanistan

Zack, sitz ich tatsächlich auf dem Beifahrersitz von so 'nem Jeep, und ein Typ mit Männerkopftuch, der Mother heißt, neben mir, am Lenkrad, gibt mir hektisch Anweisungen und buckelt uns durch ein paar Hügel. Ich hab noch nicht den geringsten Plan, was ich überhaupt machen soll, und guck mir von den andern ab, wie die ihr Ding in der Hand halten. Mach ich lieber mal auch. Plötzlich knallt ne Bombe vor uns. Alle müssen aussteigen. Mama hat ne Waffe. Wie ich urplötzlich. Um uns herum schießen Taliban, aus allen Ecken. Aber ich steh erst mal nur rum und gucke. Mittendrin, auf so einer Straße. Ich will ja auch rennen, aber stattdessen guck ich sekundenlang steil in den Himmel, dann ewig auf den Boden und meine Schuhe. Ich renn gegen ne Wand, und hör nicht damit auf, auch als ich schon mit dem Gewehrlauf dran hänge, schieße Löcher rein mit meiner "AK", krieg irgendwie die Kurve und schlüpfe in so einen Raum von nem zerschossenen Haus. Hier ist es komplett dunkel. Und egal, welche Register ich ziehe - ob Hüpfburg-Style, Sidestep-Switch oder Wiegeschritt - ich find' den blöden Ausgang nicht mehr. Hilft nur noch eins: Ich packe ne Handgranate aus und sprenge mich selbst in die Luft. Neu-Start. Ich hätte das auch mit der Start-Taste auf der Mitte des Pads machen können, sagt da einer. Aber, Ladies, ich hab doch Stil!

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